"Es ist heute in international tätigen Unternehmen nicht mehr so üblich, interne Nachbesetzungen wichtiger Positionen durchzuführen. Ich bin da fast schon eine Ausnahme, aber insgesamt suchen auch wir hier neue Mitarbeiter nach bestimmten Profilen", erläutert Weißmann. In seiner neuen Rolle ist er für die strategische Planung sowie das operative Geschäft inklusive Vertrieb, Services und Support der SAP in Österreich verantwortlich.
Die Entwicklung der Mitarbeiter und ihr Wohlbefinden liegt dem neuen Chef ganz besonders am Herzen: "In international agierenden und börsennotierten Unternehmen sind viele Ziele ganz klar festgelegt und müssen erreicht werden. Aber die Führungsqualität gegenüber den Mitarbeitern ist für mich eine zentrale Aufgabe eines Länder-Verantwortlichen." So betreibe das Unternehmen ein Trainings-Programm für Universitäts-Absolventen, steure konkrete Fallbeispiele für die SAP Business School in Klosterneuburg bei und betreibe ein eigenes Trainingscenter im Haus. Angesichts der zunehmenden Zahl an Burn-out-Fällen gelte es heute, die richtigen Schritte zum viel zitierten Ausgleich von Arbeit und Freizeit zu setzen. "Wir bieten Gesundheits-Tage und Fitness-Gutscheine und beziehen über eine externe Stelle auch die Familien mit ein", setzt Weißmann auf Vielfalt. Wichtig sei letztlich ein ehrlicher Umgang miteinander, der den Mitarbeiter zu einem Dialog einlade.
Österreich solle als eigenständige Einheit innerhalb der CEE-Gruppe erhalten bleiben und auch weiterhin möglichst viel Entscheidungen selbst fällen. "Die "Intelligenz" der Landesorganisationen ist auch im globalisierten Umfeld wichtig für den Gesamterfolg des Unternehmens!" Gerade auch mit der Einführung von "business by design" gebe es hohe Erwartungen, da dies für das Unternehmen ein ganz neuer Markt sei. Das voll gehostete System werde daher auch weiter in ausgewählten Märkten entsprechend getestet, bevor es in Österreich verfügbar sei.
Zielgruppe für dieses Angebot seien kleinere, schnell wachsende Unternehmen, für die die IT strategisch nicht wichtig ist: "Für Unternehmen, für die die IT zentraler Teil der Unternehmensstrategie ist, passt diese Lösung nicht." Derzeit laufe bereits die Zertifizierung der Partner, damit es zum offiziellen Start möglichst auch schon erste heimische Anwender gibt. Auch intern werde bereits eine eigene Gruppe für das neue Geschäftsmodell aufgebaut. Aber auch im gehobenen Mittelstand sieht der Österreich-Chef noch großes Potential: "Wir gehen von etwa 12.000 relevanten Unternehmen aus, haben hier aber erst 1.300 Kunden", gibt sich Weißmann expansiv.




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Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 