Workflow-Unterstützung, Webportale, persistente Datenspeicherung - das sind die Konzepte, mit denen InterSystems alte und neue Anwendungen "SOA-ready" und damit fit für die Zukunft machen will. "Historisch gewachsene Softwarelandschaften hemmen zusehends die Unternehmensentwicklung. Das Problem ist, dass die Anwendungen nicht verbunden sind", analysiert Peter Mengel, Marketing Director CEE bei InterSystems. Dagegen setzt die US-Softwareschmiede auf Technologien, mit denen sich neue, webfähige Applikationen schnell entwickeln und vorhandene Anwendungen integrieren und erweitern lassen sollen.
Die Plattform Ensemble verbindet bestehende Programme zu einem übergreifenden Workflow oder integriert sie in einem Webportal. Dazu Mengel: "Das Thema Service-orientierte Architektur muss man pragmatisch angehen. Unser Trick ist, bestehende Anwendungen so zu lassen wie sie sind. Extern wird ein Rollen basierendes, an die Geschäftsanforderungen angepasstes Regelwerk darüber gelegt, das die Applikationen zusammenführt und mit neuen Funktionen anreichert."
Ziel ist, die Daten und Funktionalitäten unternehmenskritischer Anwendungen für alle Organisationseinheiten im Unternehmen nutzbar zu machen, dabei aber bereits getätigte Investitionen in bestehende Applikationen zu schützen. "Mit Ensemble können Geschäftsprozesse durchgängig orchestriert und Daten unternehmensweit integriert werden", verspricht Mengel. "Der österreichische Kreditschutzverband hat in einem nur viermonatigen Projekt sieben Kernanwendungen in einem einheitlichen Portal zusammengeführt. Dadurch ist der Zeitraum für Anfragebeantwortungen teilweise von einer Woche auf wenige Minuten reduziert worden."
Gebündelte Anwendungen
Mit der zunehmenden Verbreitung von Service-orientierter Architektur wächst auch die Bedeutung so genannter "Composite-Application" Infrastrukturen, mit denen bestehende Anwendungen zum Beispiel in einem Multichannel-Frontend integriert werden können. In diesem Bereich weist Gartners "Magischer Quadrant" (quasi der Technologie-Olymp der Analysten) InterSystems als führenden Anbieter aus - gemeinsam mit IBM, Oracle und SAP. In dieser illustren Runde wird dem Softwarehaus mit Stammsitz Cambridge in Massachusetts der visionärste Ansatz bescheinigt.
Ensemble beinhaltet eine einheitliche grafische, XML- und Code-basierte Entwicklungsumgebung zur beschleunigten Modellierung und Automation von Geschäftsprozessen. Die konsistente Objektdarstellung der verschiedenen Programmiermodelle und Datenformate erlaubt es, selbst auf Daten und Funktionen von Legacy-Anwendungen als wieder verwendbare .NET- oder J2EE (Java)-Komponenten, Web Services oder XML zuzugreifen, versichert InterSystems.
Turbo für Entwickler
Eine Beschleunigung der Entwicklung von Internetportalen und komplexen Webanwendungen verspricht die InterSystems-Technologie "Zen", die sich als Ergänzung der im Web 2.0 gebräuchlichen Ajax-Programmierung (Asynchronous JavaScript and XML) versteht. Ajax gewährleistet, dass bei einer HTTP-Abfrage nicht jedes Mal wieder die ganze Seite geladen werden muss, sondern je nach Bedarf nur gewisse Teile oder Nutzdaten. Das Entwicklungsframework Zen unterstützt Programmierer mit vorgefertigten Komponenten einschließlich Grids, Tabellen und Auswahlbäumen.
Zen soll deutlich verkürzte Entwicklungszeiten für Web-Applikationen und eine mit Desktop-Anwendungen vergleichbare Funktionsvielfalt der Benutzeroberflächen ermöglichen. Die enge Verschränkung der Zen-Komponenten mit der Caché-Datenbank und ihren Security-Funktionen beugt laut InterSystems auch den für Web-Anwendungen typischen Sicherheits-, Performance- und Skalierbarkeitsproblemen vor. "Die Technologie liefert einen echten Mehrwert für Softwarehäuser und Entwickler", fasst Mengel zusammen.
Automatische Datenpersistenz
Auch bei der Datenbankanbindung setzt InterSystems auf Beschleunigung. Die Technologien "Jalapeño" (für Java) und "Managed Provider" (für .NET) sind Mechanismen zur automatischen Datenpersistenz und sollen Entwicklern das Abbilden der Anwendungsobjekte in klassische relationale Tabellen und die Programmierung entsprechender SQL-Statements ersparen. "Eine enorme Zeitersparnis, denn das objekt-relationale Mapping macht oft die Hälfte der Entwicklungsarbeit aus", erläutert Mengel. "IBM hat mit einer Caché-Datenbank und "Jalapeño" in nur vier Monaten eine Lösung für weltweit 10.000 User im Hardware-Support entwickelt"
"Die Geschäftsanforderungen an die IT ändern sich heute schneller denn je. SOA bedeutet Flexibilität und Agilität", betont Mengel. Mit dem beschriebenen Technologiemix biete InterSystems seinen Kunden pragmatische Lösungen, um Software "SOA-ready" zu machen.




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Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 