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Das neue Artist-Notebook von MaxData

Notebooks der neuen Generation unterscheiden sich nur noch im Preis von ihren stationären Kollegen. Der Artist von MaxData verbindet überzeugende Leistung mit angenehmer Benutzerfreundlichkeit und extrem langer Betriebsdauer.

 

Hannes Jansky

Das schwarze Notebook mit abgerundeten Kanten wirkt von außen eher unscheinbar. An der Oberseite der Artist-Schriftzug, nicht mehr. Rechterhand Akku und Disketten-laufwerk bzw. CD-ROM-Laufwerk, links die PCMCIA-Steckplätze, Ein- und Ausgänge der Soundkarte und Sicherheitskerbe. An der Rückseite die gewohnten Ausgänge, die meisten davon gut verpackt. Erst an der Unterseite findet sich ein Aufkleber, der den Hersteller MaxData preisgibt.

Akku rein und los

Vor dem Erstbetrieb des Notebooks muß dieses noch "zusammengebaut" werden. Der Akku wird in das vorgesehene Fach geschoben und mittels des externen Netzteils mit angenehm langem Kabel aufgeladen. Den Einschaltknopf des Artist suche ich übrigens minutenlang vergebens. Der Computer startet selbständig beim Öffnen des Displays nach dem Entriegeln des Deckelverschlusses.

Der Erststart von Windows 95 fordert zur Eingabe der Anwenderinfor-mationen und der Authentifizierung-snummer auf. Wenn das Betriebssystem nicht auch als CD-ROM vorliegt, sollten an dieser Stelle Sicherungsdisketten erstellt werden, um eine Startdiskette sollte man sich aber in keinem Fall drücken.

Her(t)z und mehr

Im Innern des Artist-Notebooks werkt ein Pentium-Prozessor mit 150 MHz, der von 256 kB externem Level-2-Cache unterstützt wird.

Die Hauptspeicher-bestückung auf den beiden Bänken läßt sich mit 64-Bit-so-DIMMs (small outline Dual Inline Memory Module) bis auf 64 MB in den beiden Steckplätzen aufrüsten. Dabei ist zu beachten, daß keine unterschiedlichen Speicherbau-steine zum Einsatz kommen dürfen.

Die standardmäßig vorhandenen 16 MB reichen gerade mal für Windows 95 aus. Wer außer dem Betriebssystem auch noch die eine oder andere Applikation starten und auch mit dieser arbeiten will, tut gut daran, in zusätzlichen Speicher zu investieren.

Display: Fast wie am Desktop

Die eingebaute 128-Bit-Grafikkarte von NeoMagic mit einem PicoPower-Chip von Cirrus Logic und 1 MB Speicher unterstützt Auflösungen bis zu 1.024 x 768 Bildpunkten. Auf dem 12,1 Zoll großen TFT SuperVGA-Display des neuen MaxData-Computers ist eine Maximalauflösung von 800 x 600 möglich, dies allerdings mit 65.000 Farben.

Das große Display des Notebooks und seine Multimedia-Fähigkeiten, mit Hilfe von Software-MPEG Videos im Vollbildmodus in Echtfarbe mit 30 Bildern pro Sekunde wiederzugeben, eignen sich gut für Präsentationen, wobei bei Bedarf auch ein externer Monitor angeschlossen werden kann. Dabei können die Zuseher über einen Präsentationsmonitor "bedient" werden, während der Vortragende die selbe Anzeige am Notebook vor sich hat. Vor einem größeren Publikum kann auch ein LCD-Projektionsschirm zum Einsatz kommen.

Der Bildschirm nimmt fast die komplette Deckelgröße ein, nur rechts finden sich im unteren Drittel zwei Leuchtdioden. Die obere der beiden leuchtet grün, wenn das Notebook eingeschaltet ist und blinkt, wenn sich das Gerät im Standby-Modus befindet. Die Akkuanzeige darunter ist normalerweise unsichtbar und beginnt zu blinken, wenn das Notebook wieder ans Netz will. Nach Anschluß des Netzteils leuchtet die LED dauerhaft.

Angenehm große Tasten

Die Tastatur besitzt normalgroße Tasten und auch die beiden speziellen Windows-95-Tasten zu beiden Seiten der Leertaste, die heute bereits auf beinahe allen Normaltastaturen zu finden sind. Der Cursor-Block ist rechts ein bißchen nach unten versetzt und gibt einfachen und direkten Zugriff auf alle vier Pfeiltasten.

In Kombination mit der Funktionstaste werden die Zusatzbelegungen bzw. Sonderfunktionen des Notebooks aktiviert. Die Beschriftung ist in zartem graublau gehalten und erzielt auf dem dunklen Hintergrund zusätzliche Wertigkeit. Mit Hilfe dieser Tastenkombinationen kann das Notebook sofort schlafen geschickt, auch unter Windows 95 BIOS-Optionen verändert, der Bildschirm deaktiviert, der Energiestand angezeigt, die Lautsprecher aus- oder wieder eingeschaltet und das System vor Fremdzugriff gesperrt werden. Zur Wiederaktivierung muß das im BIOS eingestellte Paßwort eingegeben werden.

CD-Auswurf auf Tastendruck

Über das Eject-Menü können CD-ROMs ausgeworfen oder das Notebook von einer Dockingstation entbunden werden. Auch die Steuerung der beiden Boxen, die sich rechts und links zwischen Tastatur und Bildschirm befinden, ist mittels Funktionstasten ziemlich einfach. Die Lautstärke kann verändert und die Balance zwischen rechtem und linkem Lautsprecher verschoben werden.

Zur optimalen Anpassung an die umgebenden Lichtbedingungen kann die Helligkeit gesenkt oder erhöht werden. Einleuchtend, daß der Stromverbrauch mit der Helligkeit des Displays steigt.

Zur Erleichterung der Arbeit und zur Verhinderung von Sehnenscheidenentzündungen befindet sich vor der Tastatur eine angenehm breite Handflächenauflage, die nach vorne sanft gerundet ist. In der Mitte dient ein rechteckiges, in die Handauflage leicht eingesenktes Touchpad als Mausersatz. Sehr positiv fällt auf, daß die Bedienung - im Gegensatz zu anderen Notebooks - keinerlei Einarbeitung erfordert und man damit genau so schnell und effizient wie mit einer Maus arbeitet. An der Unterseite des Touchpads befinden sich die beiden Maustasten in gleicher Größe.

CD oder Diskette: Sie haben die Wahl

In die Einschuböffnung an der rechten Notebookseite können entweder das Diskettenlaufwerk oder das CD-ROM-Modul eingesetzt werden. Da für manche Softwareinstallationen gleichzeitig sowohl auf CD-ROM als auch auf Disketten zugegriffen werden muß, kann das Diskettenlaufwerk auch extern mittels Kabel an das Artist-Notebook angeschlossen werden. Umgekehrt funktioniert das allerdings nicht, ist aber auch nicht notwendig.

In der Öffnung auf der linken Notebookseite können PCMCIA-Module Aufnahme finden. Entweder bis zu zwei vom Typ I oder II oder eines vom Typ III. Vor den PCMCIA-Steckplätzen liegen die Multimediaschnittstellen in Form einer Eingangsbuchse für ein externes Mikrophon und einem Audioausgang zum Anschluß von Kopfhörern, Aktivboxen oder einer Stereoanlage.

Schnittstellen: Für alle Fälle

An der Rückseite des neuen MaxData-Computers sind nur zwei Buchsen direkt ersichtlich. Neben dem Anschluß für das Netzteil kann wahlweise eine PS/2-kompatible Maus oder eine externe Tastatur angeschlossen werden. Das Zurückschieben einer Kunststoffleiste legt einen Anschluß frei, über den das Notebook mit einer Mini-Dockingstation verbunden werden kann. Nach dem Herunterklappen der gesamten Kunststoffleiste werden drei weitere Anschlüsse sichtbar. An die 9polige serielle Schnittstelle können serielle Mäuse oder Modems angesteckt werden, die Parallelschnittstelle dient zum Anschluß eines Druckers oder des externen Diskettenlaufwerks. Auch die Verbindungsmöglichkeit zu einem externen Monitor findet sich hier.

Ganz außen verbirgt sich hinter einem dunklen Kunststoffteil die serielle Infrarotschnittstelle, die den bequemen Datenaustausch mit anderen Notebooks oder mit infrarotfähigen Druckern ermöglicht. Die IR-Schnittstelle ist IrDA-kompatibel, was einen Datentransfer mit Geschwindigkeiten bis zu 115,2 KiloBits pro Sekunde. Dabei dürfen die beiden Geräte, die auf diese Art miteinander kommunizieren wollen, nicht mehr als einen Meter voneinander entfernt sein, wobei der Ausrichtwinkel zwischen den Schnittstellen +/- 15 Grad nicht überschreiten darf.

Stromlos bis zum Feierabend

Die mitgelieferte Software beschränkt sich auf das Notwendige. Neben dem Betriebssystem finden sich die Treiberprogramme für Grafikkarte, Touchpad, Soundkarte und PCMCIA. Daneben sorgt der Sleep-Manager für die optimale Betriebsverlängerung des Akkus. Bei eingestellt längerer Nichtbenutzung des Notebooks kann der Hauptspeicherinhalt auf einen zusammenhängenden Festplatten-bereich ausgelagert werden. Der Sleep-Manager ist standardmäßig mit dem APM-System von Microsoft Windows verknüpft und greift auf viele seiner Funktionen zu.

Der Lithium-Ionen-Akku selbst unterliegt weder dem Speichereffektproblem von Nickel-Cadmium-Akkus, die ein Teilladen verbieten, noch dem Temperaturproblem von Nickel-Metallhybrid-Akkus und besitzt zudem noch die längste Akkubenutzungszeit von mehr als fünf Stunden im Dauerbetrieb. Bei Einsatz des CD-ROM-Laufwerks reduziert sich die Zeit auf knapp über drei Stunden, durch Energiesparmaßnahmen kann diese aber weit überschritten werden.

Fazit

Das neue Artist-Notebook von MaxData macht Desktop-Leistung transportabel. Prozessor- und Festplattenleistung passen, mehr Speicher würde in jedem Fall gut tun. Die enorm lange Betriebsdauer überzeugen ebenso wie die gute Tastatur und das Touchpad. Das Gerät mit Akku, Disketten- und CD-ROM-Laufwerk ist zu einem Preis von ca. ab öS 32.000,- (Pentium 133) im guten Fachhandel erhältlich.