
Telemedizin onlineMultimediale-Kommunikation in der Telemedizin eröffnet neue Perspektiven bei zeitkritischen Diagnosen.![]() Notfallaufnahme im Krankenhaus. Der behandelnde Arzt möchte noch per Ferndiagnose einen Kollegen konsultieren. Er diktiert den Befund in den Computer und markiert mit der Maus am Röntgenbild die kritischen Stellen. Ein Spezialist, Hunderte Kilometer entfernt, sieht diese Anmerkungen online und kommentiert sie. Durch DIANE (Design, Implementation and Operation of Distributed Annotation Environment) können beliebige Medientypen wie Audio und Video mit Notizen versehen werden, die dann als eigenständige multimediale Dokumente wieder annotiert werden. Die Software ist so weit wie möglich in der plattformunabhängigen Sprache Java implementiert. So ist ein Dialog möglich, der einem Vier-Augen-Gespräch sehr nahe kommt. Die Abwicklung läuft dabei über einen Server, der immer den aktuellen Datenstand hält. Dieses Prinzip, auch für andere Anwendungen offen, wird derzeit für neue Möglichkeiten der Ferndiagnose eingesetzt. Im Rahmen eines von der EU-Kommission geförderten ACTS-Programmes (Advanced Communication Technology and Services) sind sechs europäische Unternehmen an der Umsetzung beteiligt. Erste Pilotversuche finden derzeit in einem spanischen Krankenhaus statt. Österreichische Teilnehmer an dem Projekt sind die Kapsch AG sowie das VCPC für Teleteaching. Eine andere Anwendungsmöglichkeit von DIANE besteht aus der Erzeugung und Bereitstellung von Telepräsentationen. Diese bestehen aus mehreren Medien (zum Beispiel Slide Show und Audio) und können jederzeit von vernetzten Arbeitsplätzen aufgerufen werden. Bezugsquelle: Kapsch AG Tel 01/811 11-0 |