
"Software-Chips"Mit mathematischen Algorithmen, die sich im Baustein-System kombinieren lassen, segelt das französische Software-Unternehmen ILOG weltweit auf Erfolgskurs.So meldet das Unternehmen für die ersten beiden Quartale des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatzanstieg von 53 Prozent auf 23 Millionen US-Dollar. Besonders starke Wachstumsraten gibt es dabei in Deutschland, plus 150 Prozent auf rund 5 Millionen DM. Das Unternehmen war 1987 von dem Franzosen Pierre Haren als Spin-Off eines Forschungsinstitutes gegründet worden, das sich mit "Künstlicher Intelligenz" befaßte. Haren hat das Know-how genützt, um in neue Softwaremärkte vorzustoßen: Optimierung und hochkomplexe Visualisierung. Es wurden mathematische Algorithmen entwickelt, mit denen sich die Nutzung von Ressourcen im wissenschaftlichen Sinn optimieren läßt. Die Pariser Flughäfen Charles de Gaulle und Orly nutzen ILOG-Software zum Beispiel für die Abfertigung der mehr als 150.000 Passagiere täglich. Dauerten die Berechnungen für die 1.500 Starts und Landungen eines Tages früher eine ganze Nacht hindurch, ist die Optimierung durch ILOG jetzt in wenigen Minuten geschafft. Derzeit setzen rund 1.500 Firmen ILOG-Software ein. Zur Vermarktung der mathematischen Algorithmen hat das Unternehmen Softwarebibliotheken entwickelt. Diese lassen sich wie kleine Bausteine einsetzen, um daraus Anwendungen zu erstellen. ILOG bezeichnet diese als "Software-Chips". Es werden derzeit zwölf verschiedene Bibliotheken angeboten. Die meisten sind in C++ verfaßt, seit vorigem Jahr sind auch Bibliotheken in Java verfügbar. Bezugsquelle: ABS GmbH. Tel. 0732/34 86 240 |