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Client/Server-Lösung für BregenzAcht Server und 200 PCs sorgen in der städtischen Verwaltung für eine schnelle Beantwortung der Anfragen und für eine exakte Vermessung der Bodenseemetropole.
In Bregenz sind städtische Verwaltungseinrichtungen und Amtsgebäude
sehr disloziert über das Stadtgebiet verteilt. Das machte
früher das Service der Stadt für ihre Einwohner logistisch
aufwendig und schwerfällig. Eine Client/Server-Lösung
sollte hier Abhilfe schaffen.
Die Daten zentral zu speichern und dezentral zu erfassen beziehungsweise zu ändern - das war die Anforderung der Stadt Bregenz an ihr neues Kommunikationssystem. Heute sind 200 PCs in mehreren dutzend Außenstellen mit acht Servern im Informatikzentrum vernetzt. Das LAN basiert auf Ethernet und FDDI-Technologie von Digital Equipment. Im Zuge des Netzwerkausbaus will die Stadt Bregenz 1997 sogar als eigener Kabelbetreiber auftreten, um hohe Mietaufwendungen für die Leitungen der Post zu vermeiden. Grundprinzip der Client/Server-Lösung der Stadt Bregenz es, Daten zur Verwaltung der Stadt zentral - nämlich auf den Servern - zu lagern. An den dezentral angeordneten PCs, die als Clients fungieren, können die Daten eingegeben und auch wieder abgerufen werden. "Eine derartige Architektur war für uns sehr wichtig, da wir nicht länger ausschließlich mit Papieren oder Disketten arbeiten wollten. Die Client/Server-Lösung schützt uns vor dem Import von Viren, die früher via externe Datenträger immer wieder in die PCs geschleust wurden", erklärt Rudolf Loser, EDV-Dienststellenleiter der Stadt Bregenz, eine seiner Anforderungen an das EDV-System der Stadt. "Dazu kommt, daß jeder der 240 Verwaltungsmitarbeiter an jedem Bildschirm dieselbe Oberfläche vorfindet, nämlich jene von Microsoft Office." Vertritt ein Kollege den anderen auf dessen PC, arbeitet er mit gewohnten Strukturen und Tools. Das ist praktisch, wenn Mitarbeiter krank oder auf Urlaub sind, sowie, wenn zwei halbtagsbeschäftigte Verwaltungsbeamte einen PC gemeinsam benutzen. Die TechnikIn der Informatikzentrale der Stadt Bregenz speichern acht Server mehrere Millionen Daten der 27.000 Einwohner zählenden Stadt. Zwei dieser Server sind Alpha-Server von Digital Equipment mit je 266 MHz-Prozessoren und je 10,5 Gigabyte-Speicher. Als Betriebssystem auf den Alpha-Servern wird Windows NT eingesetzt, auf den PC-Clients ist MS Office installiert. Darüber hinaus gibt es Spezialsoftware für Bücherei und Standesamt. Ein Standalone-PC im Rathaus verfügt über Internet-Anschluß. Im ersten Quartal 1997 soll ein Internet-Zugang von allen Clients über das Netzwerk realisiert werden. "Den Zugang zu den Informationen wollen wir mit Zugriffsberechtigungen steuern. Es soll jeder Mitarbeiter jene Daten nutzen können, die er tatsächlich für seine Arbeit braucht", wie Loser betont. Local Area NetworkDie einzelnen Verwaltungseinheiten der Stadt Bregenz liegen bis zu fünf Kilometer voneinander entfernt. Die Verbindung der Gebäude machte den Aufbau eines LAN auf Basis Lichtwellenleitertechnologie notwendig. So ist heute die Informatikzentrale mit den Stadtwerken und dem Bauhof mittels 100 Mbit-FDDI-Übertragsleitungen von Digital verbunden. "Die Verbindungen zwischen diesen drei Gebäuden ist besonders wichtig, da Stadtwerke und Bauhof für die Versorgung der Stadt essentiell sind", wie Loser betont. "Der Bauhof ist unser logistischer Stützpunkt. Er beheimatet die Straßenmeisterei, die Schreinerei, den Fuhrpark, die Schneeräumkommandos und vieles mehr." Die restlichen Leitungen basieren auf 1O Mbit-Ethernet-Übertragung. Solcherart sind Polizei, Musikschule, Seniorenheim, Melde- und Standesamt, Archiv, Rathaus, Stadtbücherei, der Bregenz- und Bodensee Rheintal-Tourismus und einige andere Verwaltungs- und Serviceeinrichtungen an die Informatikzentrale angeschlossen. Digital Equipment übernahm bei diesem Projekt die Implementierung des gesamten Netzwerkes sowie die Installation der beiden Alpha-Server und rund ein Drittel der angeschlossenen PC-Clients. "Wir haben lange überlegt, ob wir unser Netzwerk auf FDDI- oder ATM-Basis aufbauen sollen", berichtet Loser von grundsätzlichen Gedanken. "Unsere finanziellen Möglichkeiten sind beschränkt, doch wollten wir nicht stückweise vorgehen, da sich zwischen den einzelnen Ausbaustufen die Technik sicherlich verändert hätte. Bei Digital haben wir kompentente Ansprechpartner gefunden, die uns bei der Entscheidungsfindung beraten haben. Heute sind wir überzeugt, mit dem Ja zu FDDI auf das richtige Pferd gesetzt zu haben." Mehr BürgerserviceZu den praktischen Anwendungen der neuen Client/Server-Lösung der Stadt Bregenz zählen etwa automatische Hotelvakanzabfragen und -buchungen in der Zentrale des Bregenz-Tourismus, der als eines der ersten Gebäude mit der Informatikzentrale vernetzt war. In der Bücherei der Stadt Bregenz werden in diesen Monaten rund 35.000 Bücher elektronisch erfaßt. Ziel für 1997 ist es, daß Kunden direkt am Terminal gewünschte Bücher durch die Eingabe von Schlagworten finden können. Zur Zeit sind sie noch auf die Mithilfe einer Büchereiangestellten angewiesen. GIS - das graphische InformationssystemEine der wichtigsten Anwendungen ist das sogenannten GIS - das Graphische Informationssystem. Das GIS beinhaltet die digitale Katastralmappe der Stadt Bregenz und alle sonstigen wesentlichen graphischen Daten der Stadt. Ingenieurskonsulenten und Verwaltungsmitarbeiter vermessen die Stadt und übernehmen die Daten direkt ins GIS. Dadurch entstehen Pläne von Bregenz, die - mit maximal fünf Zentimetern Abweichung - die gesamte Stadt mit ihren Grundstücken samt Bebauung und Widmung, Straßen, Wegen, Kanälen, Abflußrohren, Stromleitungen und vielem mehr widerspiegeln. "Eine derart umfangreiche und genaue Dokumentation ist bei Planungen, Instandhaltungs- und Änderungsbauarbeiten sehr nützlich", berichtet Loser. Für 1997 ist die Anbindung des Festspielhauses und des Seehallenbades an das Netzwerk geplant. Um nicht länger die Leitungen der Post mieten zu müssen, möchte die Stadt Bregenz als "privater" Betreiber agieren und eigene Kabel verlegen. "Das ist auf Dauer günstiger", weiß Loser. "Und was die Technologie betrifft: Wir setzen weiterhin auf FDDI, später vielleicht auf ATM." Bezugsquelle: Digital Equipment Tel. 01/866 30-0
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