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Ein Information Warehouse läßt sich mit einem Lagerhaus vergleichen, in dem der Anwender die für ihn interessanten und wichtigen Informationen einfach und schnell aussucht. Die Daten liegen in aufbereiteter Form als aussagekräftige Informationen vor - so wie die Waren in gut geordneten Regalen.
Das Information Warehouse ergänzt also operative Transaktionssysteme und ermöglicht eine ganzheitliche Sicht auf die Unternehmensdaten. Erst aufgrund dieser umfassenden Sicht kann es dem Informationsnutzer als Informationspool für umfassende, flexible und performante Abfragen, Auswertungen und Analysen dienen. Durch das periodische Zusammenführen mehrdimensionaler Daten unterschiedlichster Herkunft sind Trend- und Langzeitanalysen mit einer bisher unbekannten Geschwindigkeit und Qualität möglich.
Oracle bietet mit Oracle Warehouse eine vollständige und integrierte Realisierung dieses Information Warehouse-Konzeptes. Es beinhaltet Technologien, die den gesamten Informationsfluß unternehmensweit steuern und alle relevanten Unternehmensdaten in den Prozeß integrieren: die multimediale Datenbank mit innovativen Parallelisierungs- und Verteilungseigenschaften, Modellierungs-Werkzeuge, Extraktions- und Replikationsmechanismen sowie offene Date-Gateways sowie komplette Analyselösungen. Als Basis des Oracle Warehouse dient die relationale Datenbank Oracle 7.
Die betriebswirtschaftliche Herausforderung besteht aber nicht nur im Auffinden der Daten, sondern insbesondere in ihrer Interpretation. Mit den Oracle OLAP-(Online Analytical Processing)-Technologien, OLAP-Anwendungen und spezifischen Beratungsleistungen stellt Oracle im Rahmen des Oracle Warehouse-Konzepts das komplette Instrumentarium für die objektorientierte, mehrdimensionale und intuitive Online-Analyse bereit.
Die Oracle OLAP-Technologie entspricht der von Dr. E.F.Codd definierten Analyseverarbeitung, die fordert, daß OLAP-Anwendungen auf mehrdimensionalen Datenmodellen basieren müssen, da nur diese geeignet sind, komplexe Analysen bei maximaler Flexibilität und mit angemessener Performance zu bewältigen.
OLAP besteht aus dem OLAP-Server, dem Oracle Express Server und weiteren Werkzeugen, wie dem Oracle Express Analyser und Express/EIS. Der offene OLAP-Server ermöglicht den Datenaustausch mit Oracle 7 beziehungsweise mit unterschiedlichsten Datenbanken und speichert die Zugriffsmethoden für analytische Aufgaben. Ein wesentlicher Bestandteil der Oracle Warehouse-Strategie besteht auch darin, vorgefertigte Analyseanwendungen anzubieten.
Operative Daten aus Transaktionssystemen, Datenbanken, Archiven und anderen Quellen werden in eine Informationsdatenbank übernommen. Die benötigten Daten werden aus den verschiedenen Datenquellen in das Information Warehouse parallel zum täglichen Geschäft extrahiert und nach einheitlichen Bezugsgrößen zusammengefügt.
Mit der Übernahme werden die Daten gleichzeitig konsolidiert. Über definierte Transformationsprozesse wird festgelegt, wie die Daten übernommen werden sollen. Als integrierter Ansatz bietet sich hierbei Designer/2000 an, ein CASE-Werkzeug, das eine Modellierung der Umsetzungsabläufe erlaubt. Dabei werden die Datenflüsse ebenso festgelegt wie die eigentlichen Verdichtungs- und Umsetzungsalgorithmen.
Die Daten werden verdichtet und über einen großen Zeitraum gesammelt. Dies führt mit der Zeit zu einem erheblichen Datenvolumen, das bis in den Terabyte-Bereich gehen kann. Um die stetig anwachsenden Datenmengen auch performant bearbeiten zu können, ist ein Datenbanksystem mit parallelen Verarbeitungsmöglichkeiten sinnvoll. Nur so lassen sich kurze Antwortzeiten bei hohem Datenvolumen gewährleisten. Die Informationen werden so aufbereitet, strukturiert und verdichtet, daß die Endbenutzer schnelle Abfragen, Auswertungen und Online-Analysen durchführen können.
Der Erfolg eines Information Warehouse wird auch durch die Qualität der Planung, des Projektmanagements sowie der Implementierung bestimmt. Berater von Oracle oder autorisierte Geschäftspartner stehen für alle Implementierungsphasen eines Information Warehouse zur Verfügung.
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