
3/96
Auf zwei Feldern der verteilten objektorientierten Informationsverarbeitung wird der Kampf um Marktpositionen zur Zeit geführt. Der erste Bereich betrifft die Komponenten-Integration. Hier konnte sich Microsoft im Desktop Bereich mit der OLE-Technik für die Integration in Windows-Umgebungen bereits ein großes Stück vom Kuchen abschneiden. Demgegenüber ist die Component Integration Labs'Open Doc Architektur positioniert, deren Durchsetzung als weitverbreiteter Marktstandard derzeit von Apples Claris-Division betrieben wird, sowie die von Sun entwickelte Java-Technologie.
Das zweite Gefecht findet auf dem Feld für Komponenten-Interoperabilität statt, das im wesentlichen zwischen Microsofts COM (Component Objekt Model) und der CORBA (Common Object Request Broker Architecture) der Object Management Group ausgetragen wird. Auf einfache Weise ausgedrückt, so Input Consultant Andreas Pestinger, ringen also Microsoft und seine Verbündeten gegen die großen Systemanbieter um die führende Position im Markt für Components Software. Während Microsoft von der Desktop Seite ausgehend versucht, das Netzwerk zu erobern, sind Anbieter wie HP, Sun und IBM bestrebt, das Netzwerk zu dominieren, um auf diese Weise auch die Architektur für Komponenten-Integration auf allen Plattformen, einschließlich der Desktop-Ebene, zu beeinflussen.
Basierend auf Interviews mit über 600 Softwareanbietern beziffert das internationale Marktforschungs- und Beratungsunternehmen den Anteil des Marktes, der sich auf die Ausgaben der Programmierer für Software Komponenten zur Anwendungsentwicklung bezieht, auf weltweit 210 Millionen US-Dollar. Wachstumsraten von durchschnittlich 35 Prozent jährlich lassen diesen Markt im Jahr 2000 bereits auf über 1 Milliarde US-Dollar anwachsen.
Hingegen ist der Gesamtmarkt für Software, die auf diesen Komponenten-Softwarestandards aufsetzt, heute bereits um ein vielfaches größer. Das Volumen des Marktes, der nach Entwicklungstools für Komponenten, Packaged-Software und Enterprise-Software unterschieden wird, schätzt Input mit einem durchschnittlichen Jahreswachstum von 37 Prozent im Jahre 2000 auf 78 Milliarden US-Dollar.
Weitere Informationen bei Input GmbH., D-35428 Langgöns
Tel. 0049-6403/911 420
Internet: http://www.input.com/