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Der neuen Version liegt im Vergleich zum Vorgängerprodukt eine völlig neue Programmphilosophie zugrunde. Drei Technologiebausteine sind dafür hauptsächlich verantwortlich: objektorientierte Programmierung mit Microsoft Visual C++, 32 Bit Betriebssystemtechnologie und HEIDI, eine von Autodesk entwickelte Grafikschnittstelle. Dazu kommen natürlich jede Menge an neuen Features.
Die Geschwindigkeit von 3D Studio MAX ermöglicht es, gleichzeitig in allen Viewports mit schattierten Objekten zu arbeiten. Dank der HEIDI-Grafiktechnologie ist es nun auf dem PC möglich, ohne 3D-Grafikbeschleunigung in komplexen Szenen schattiert in Echtzeit zu konstruieren. Die HEIDI-Technologie wird auch von Grafikkartenherstellern unterstützt, die an neuen Grafikboards arbeiten, mit denen Editieren im Echtzeit True Color Mode möglich sein soll. Die Software unterstützt auch Multiprocessing, was die Geschwindigkeit erheblich beschleunigt.
Durch sogenannte "Core Components" sind viele Erweiterungen integriert. Sie können als Plug-Ins auch neu von Autodesk Partnern entwickelt werden. Plug-Ins von 3D Studio/DOS können allerdings nicht automatisch in die Windows NT-Version konvertiert werden. Dazu braucht es das Developer Toolkit.
Durch die "History"-Funktion können zeitlich vorhergehende Konstruktions- oder Animationsschritte nachträglich modifiziert werden. Der Anwender kann jederzeit an eine beliebige Stelle in seiner Arbeit zurückkehren und dort Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Ergebnisse lassen sich dabei schrittweise vor- oder zurückverfolgen. Man arbeitet quasi mit "intelligenten Objekten".
In der neuen Version ist grundsätzlich alles animierbar. Das gilt sogar für Funktionen, wie die Position eines fangaktiven Gitters oder die Anzahl der Flächen in einem parametrisierten Objekt. In der neuen Anwenderoberfläche steht der Keyframer permanent und für alle Operationen zur Verfügung.
Durch "Modeless Operation" werden die Ergebnisse einer Funktion sofort sichtbar und das in allen Ansichten. Während zum Beispiel ein Objekt verbogen wird, bewegt es sich gleichzeitig in allen Ansichten (im schattierten Modus) mit. Und mit "Space Warps" kann man beispielsweise Effekte erzeugen, wie das Kräuseln einer Wasseroberfläche aufgrund eines darüberfliegenden Flugzeugs. Es sind deformierende Kraftfelder, die mit Objekten in der Szene verbunden werden können.
Die Einsatzbereiche sind in etwa dieselben wie schon für 3D Studio/DOS: Architekten, Stadtplaner, Designer, Video/TV-Studios und Produzenten, Künstler.
Der Hersteller empfiehlt einen PC mit 32 MB RAM und einem 1024 mal 768/256 Farben-Display. Erste "Zielplattform" sind dabei Intel-basierende Systeme. Fürs erste ist einmal die englische Version erhältlich. Die deutsche Version wurde für das zweite Quartal angekündigt. Die DOS-Version von 3D Studio wird Autodesk weiter im Programm belassen.
Erhältlich ist das Programm über Autodesk Multimedia Fachhändler.
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