homepage heftinhalt header
10/98

GSM: Schneller als ISDN

"ISDN auf dem Handy" - dieses Schlagwort könnte schon in einem Jahr Realität werden.

GSM-Datenübertragungen mit derzeit 9,6 Kbit könnten bald der Vergangenheit angehören. Die Mobilkom Austria stellt neue Technologien vor, mit denen Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 115,2 Kbit möglich sein werden. Das wäre dann doppelt so schnell wie ISDN mit 64Kbit.

Noch im vergangenen Jahr betrug der Anteil der Datenkommunikation via Handy rund zwei Prozent in Österreich. Laut Prognosen wird ihr Anteil bis zur Jahrtausendwende bei fast 25 Prozent liegen. Derzeit beträgt die Kapazität für Datenübertragungen etwa 9,6Kbit, doch das soll sich in absehbarer Zeit ändern.

Zu den neuen Möglichkeiten zählen Technologien wie High Speed Circuit Switched Data (HSCSD) mit 14,4Kbit und vor allem General Packed Radio Services (GPRS) mit einer Kapazität von bis zu 115,2 Kbit. Letzteres könnte sich als zukünftiger Standard in der Mobilfunktechnologie etablieren.

Nach Aussage der Mobilkom Austria ist daran gedacht GPRS bereits im Laufe der zweiten Jahreshälfte 1999 anzubieten. Derzeit sind die Hersteller noch dabei, letzten Schliff an das technische Equipment zu legen. GPRS nutzt die vorhandene Netzinfrastruktur besser aus (im übertragenen Sinne ähnlich den xSDL-Technologien im Bereich der drahtgebundenen Datenübertragung), es müssen also keine neuen Sender installiert werden.

Um GPRS möglich zu machen, benötigen aber die Netzbetreiber zum Beispiel GPRS-fähige Switches - und die Anwender brauchen ein neues, GPRS-fähiges Handy.


Bezugsquelle:
Mobilkom Austria,
Tel. 01/331 61-0

index heftinhalt footer