
ILOG-Software bei Satcom-NetzenSowohl im Satellitennetz Iridium als auch im konkurrierenden Globalstar-System kommt ILOG-Software zum Einsatz.![]() Die beiden Satellitenkonsortien verwenden die Programme von ILOG, um die globalen Netze grafisch darzustellen und dadurch die Koordination der 66 (Iridium) beziehungsweise 48 (Globalstar) Trabanten in niedrigeren Umlaufbahnen zu optimieren. Der laufenden Optimierung der Satellitenkonstellationen fällt eine Schlüsselrolle zu, um durch eine Vielzahl aufeinander abgestimmter Funkkegel eine lückenlose Funkabdeckung der Erdoberfläche zu erreichen, erläutert ILOG die Bedeutung seiner Softwarentwicklung für die Systemtechnik. Die Systeme sollen das weltweite Telefonieren mit einem Handy via Satellit ermöglichen. Zudem sind Paging und Datenübertragungsdienste geplant. ILOG-Geschäftsführer Wilfrid Vogel wertet Iridium und Globalstar als die Vorreiter einer neuen Satellitengeneration für die globale Mobilkommunikation (Satcom), die erst durch neue Technologien ermöglicht werde, wie sie beispielsweise sein Unternehmen liefere. ILOG war 1987 von dem Franzosen Pierre Haren als Spinn-Off eines Forschungsinstitutes gegründet worden, um in Softwaremärkte vorzustoßen, die zuvor noch weitgehend unberührt waren: Optimierung und hochkomplexe Visualisierung. Es wurden mathematische Algorithmen entwickelt und über Jahre hinweg verfeinert, mit denen sich die Nutzung von Ressourcen im wissenschaftlichen Sinne optimieren läßt. "Erst mit dieser Technologie wird es möglich, die jüngste Satellitengeneration mit Dutzenden von Trabanten zu realisieren", erklärt Wilfrid Vogel. 200 Milliarden Dollar MarktvolumenNeben der globalen Mobiltelefonie erlauben die neuen Satcoms auch die Versorgung unterentwickelter Regionen durch Telefonzellen und Hausapparate, die per Satellit an das öffentliche Netz angebunden werden (die Stromversorgung erfolgt gegebenenfalls über Solarzellen). Für diesen Markt sagt Forrester für 2005 einen Umsatz von 25 Milliarden Dollar voraus. Ab 2002 sollen jährlich rund 10 Millionen neue Teilnehmer an die "Telefone im Niemandsland" angeschlossen werden. Nach Studien der Weltbank existiere eine direkte Korrelation zwischen dem Bruttosozialprodukt und der Telefondichte eines Landes. Aus diesem Grund würden sicher viele Regierungen die satelliten-gestützte Erschließung weiter Landesteile forcieren, unterstellen Forrester-Experten, und nennen beispielhaft Indonesien und China. Für die Datenübertragung via Satellit sagen die Marktbeobachter für das Jahr 2005 ein Marktvolumen von rund 200 Milliarden Dollar voraus, davon rund ein Zehntel für Breitbanddienste wie World Wide Web und Videoübertragung. Um den aufkommenden Markt bemühen sich neben Iridium und Globalstar noch zahlreiche Mitbewerber. Nach Schätzung der Markforscher werden nur vier bis maximal fünf Satcom-Projekte wirklich umgesetzt werden. Bezugsquelle: ILOG Deutschland GmbH Tel. 0049-6172/4060-0 |